3 Meinungen zu Gran Torino

Filmkritik zu Gran Torino mit Clint Eastwood

Am heutigen Samstag präsentieren wir euch 3 Meinungen zu dem Drama Gran Torino mit Clint Eastwood. Heute mit dabei sind moviegod.de, gamona.de und filmtabs.de. Gran Torino ist vor zwei Tagen am 05.03.2009 in den Kinos gestartet

Sein ganzes Leben hat Walt Kowalski in einer Autofabrik gearbeitet. Nun ist er Rentner und weis nicht viel mit sich anzufangen er führt aber gelegentlich ein paar Reparaturen an seinem Haus durch. Außerdem trinkt er Bier und geht einmal im Monat zu seinem Frisör. Seine Frau ist verstorben und ihr wunsch war, dass er zur Beichte geht, aber Walt ist aus ganz anderem Holz geschnitten. Er war einst verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt und säubert immer noch regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit.

Er traut niemanden – wenn er überhaupt einmal was beichten sollte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen. Alle seine Bekannten bzw. früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Nun wohnen nur noch Migranten aus Südostasien in der Gegend, die er nicht ausstehen kann. Ihn macht alles wütend was er um sicher herum wahrnimmt: die schiefen Regenrinnen, die verfilzten Rasenflächen und die Ausländergesichter in der Nachbarschaft; das perspektivlose Leben der jugendlichen Hmongs, Latinos und Schwarzen, die das Viertel wie selbstverständlich für sich beanspruchen. Er hat Kinder aber die erlebt er als unreif und fremd. Walt bleibt wohl bis zu seinem Lebensende alleine.

Doch eines Nachts versucht jemand seinen 1972er Gran Torino zu klauen. Sein Gran Torino glänzt noch genauso wie an dem Tag, als Walt ihn vor über drei Jahrzehnten persönlich mit zusammengeschraubt hat. Der Wagen ist ihm heilig, aber durch diesen Wagen tritt jetzt der schüchterne Nachbarsjunge Thao (Bee Vang) in Walts Leben. Thao wurde von seiner Hmong-Gang so lange unter Druck gesetzt, bis er versuchte, den Gran Torino zu stehlen. Das ging aber schief Walt verhinderte nicht nur den Diebstahl seines Autos sondern auch die Übergriffe der Gang. Plötzlich ist er der Held es Viertels. Thaos Mutter und seine ältere Schwester Sue sind froh das er Thao beschützt hat. Sie wollen das er seine Strafe bei Walt abarbeitet. Walt will zunächst nichts mit den Leuten zu tun haben, aber entschließt sich dennoch den Jungen unter seine Fittiche zu nehmen. So entsteht eine seltsame Freundschaft, die beider Leben verändert.

moviegod.de schreibt in ihrer Filmkritik:
Gran Torino ist kein Meisterwerk der Subtilität, aber ein gelungenes Plädoyer für Toleranz in einer sich verändernden Welt, ordentlich gespielt, entspannt inszeniert und cleverer konstruiert, als es zunächst den Anschein hat. Der alte Mann hat’s immer noch drauf.

Eastwood wusste in seiner Rolle als Walt zu überzeugen. Auch wenn die Geschichte eine altbackene ist, so konnte sie doch überzeugen.

gamona.de schreibt:
So sehr man diesen nur um Eastwoods (Kino-)Person herumentwickelten Film auch eitel finden kann, es ist ein später und notwendiger Kommentar des Regisseurs zum eigenen Wirken. „Gran Torino“ ist ganz spürbar eine Herzensangelegenheit, ein persönliches Alterswerk, das bei seinem Publikum und den Fans zweifellos manch nostalgisches Gefühl hervorrufen wird. Und es ist dies womöglich Eastwoods letzter großer Auftritt vor der Kamera – wahrlich schwierig dabei nicht in Wehmut zu verfallen, wenn er zuletzt verwegen die ersten Worte des Schlusssongs haucht.

Auch von gamona.de gab es Lob. Ein denkwürdiger Abschied der großen Filmbühne von Clint Eastwood.

filmtabs.de meint:
Der einstige Low-and-Order-Kämpfer und Gewalt-Cop „Dirty Harry“ weicht hier dem weisen alten Mann, der vom Töten schrecklich traumatisiert ist. Eine tapfere und traurige Gestalt. Ein melancholischer, aber auch mutiger und Mut machender Film, er für viele Gegenden in dieser Welt Stellung dazu bezieht, wie man an den urbanen Frontlinien der sozialen und ethnischen Kriege überleben kann.

Gran Torino ist ein nachdenklicher Film. Nicht jeder wird diesen Film lieben und das ist auch nicht der Wille des Regisseurs, er will zum Nachdenken anregen. Falls dies der letzte Film von Clint Eastwood ist, war es ein wirklich guter Abschied. Also ab in die Kinos und schaut euch den alten Mann zum letzten mal auf der großen Leinwand an.

Original post by Dominik Sirotzki and News by Ad-Fox.de

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